Julia Metz ist Mitglied des Nationalen Wasserstoffrats
Die Direktorin von Agora Industrie berät ab sofort die Bundesregierung in der Weiterentwicklung der Wasserstoffpolitik
Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) hat Dr. Julia Metz, Direktorin von Agora Industrie, in den Nationalen Wasserstoffrat berufen. In dem Gremium wird Metz die Bundesregierung gemeinsam mit 16 weiteren Expertinnen und Experten aus Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft künftig zu Fragen rund um den Wasserstoffhochlauf in Deutschland beraten.
„Der Hochlauf von klimaneutralem Wasserstoff ist eine zentrale Voraussetzung für einen modernen und resilienten Industriestandort. Ich freue mich, die Bundesregierung als Mitglied des Nationalen Wasserstoffrats bei dieser wichtigen Aufgabe aktiv zu unterstützen“, sagt Dr. Julia Metz. „Mit meiner Expertise zur Industrietransformation möchte ich im Rat den Blick unter anderem für die Anwendungsseite schärfen. Für Industrieunternehmen – insbesondere für den Stahl- und Chemiesektor – ist klimaneutraler Wasserstoff ein entscheidender Hebel: Nur so können sie Prozesse dekarbonisieren, die sich nicht mit Strom betreiben lassen. Gleichzeitig können sie so fossile Rohstoffe durch erneuerbare Alternativen ersetzen. Damit der Markthochlauf gelingt, braucht es politische Instrumente entlang der gesamten Wertschöpfungskette: Vom erfolgreichen Aufbau der Transport- und Speicherinfrastruktur über angebotsseitige Förderprogramme bis hin zu grünen Leitmärkten, die eine verlässliche Nachfrage nach grünen Produkten schaffen. Diese Themen möchte ich mit den Kolleginnen und Kollegen im Rat konstruktiv und branchenübergreifend diskutieren und begleiten.“
Die Bundesregierung hat 2020 den Nationalen Wasserstoffrat (NWR) als zentrales Begleitgremium zur Nationalen Wasserstoffstrategie gegründet. Der Rat hat als Aufgabe die Umsetzung der Nationalen Wasserstoffstrategie zu begleiten und bei der Weiterentwicklung der Wasserstoffpolitik zur Erreichung der Klimaneutralität in Deutschland bis 2045 zu beraten. Mit der Reform im Juni 2026 wurde der Rat neu aufgestellt: Im Fokus steht vor allem die Frage, wie sich der Wasserstoffmarkt wirtschaftlich erfolgreich aufbauen lässt. Dafür erweitert der Rat seine Themen und nimmt künftig auch Wasserstoffderivate sowie andere Moleküle in den Blick.
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